Real Madrid: Steht die Nicht-EU-Klausel neuen Transfers im Weg?

Real Madrid ist eigentlich einer der Vereine, der für die ausgesprochen spektakulären Transfers verantwortlich zeichnet. Cristiano Ronaldo oder Gareth Bale sind nur zwei Namen aus der Vergangenheit, die hierfür bürgen. In diesem Sommer ist das Geschehen bei der Königlichen bislang eher ruhig. Die wichtigen Deals fanden anderorts statt. Die Fanseite „Realtotal“ mutmaßt, dass die Bürokratie potenziellen Neuverpflichtungen im Wege stehen könnte. Es lohnt sich, diese These zu prüfen.

Nur drei Nicht-EU-Ausländer dürfen im Kader spanischer Mannschaften stehen

Ansatzpunkt für die Autoren der deutschsprachigen Plattform ist die Regel, dass nur drei Nicht-EU-Ausländer im Kader einer spanischen Mannschaft im regulären Ligabetrieb stehen dürfen. Im Falle Reals handelt es sich um Eder Militao, Rodrygo und Vinicius Junior. Genau wie Federico Valverde und Casemiro haben sie allerdings die spanische Staatsbürgerschaft beantragt, warten jedoch „schon ewig“, um endlich die Papiere zu erhalten.

Die These der Seite lautet, dass Real deshalb faktisch keine Spieler verpflichten kann, die keinen EU-Pass besitzen, weil das Kontingent bereits voll ist. Deshalb verlangsame die spanische Bürokratie den Transfermarkt der Königlichen. Interessanterweise nennen die Autoren allerdings auch einen Weg, um eben dieses Problem zu umgehen, den Real in der Vergangenheit schon beschritten hat: Rodrygo und Vinicius Junior waren im ersten Jahr in Madrid offiziell Spieler der zweiten Mannschaft und fielen deshalb nicht unter die Regel.

Real kann beliebig viele Nicht-EU-Ausländer verpflichten

Grundsätzlich gilt außerdem, dass die Königlichen (wie jede andere spanische Mannschaft) beliebig viele Nicht-EU-Ausländer verpflichten kann. Es dürfen nur maximal drei im Kader stehen, aber es ist unerheblich, wie viele entsprechende Spieler ein Klub auf der Gehaltsliste hat. Wäre Madrid von einem Akteur überzeugt, wäre er vermutlich schon bei Real. Überdies dürfte das Drama um Kylian Mbappé eine Rolle spielen: Der französische Angreifer sollte eigentlich sicher kommen, entschied sich dann aber doch für die Vertragsverlängerung bei Paris Saint-Germain. Es scheint nicht so, als ob es einen Plan B für diesen Fall gab.

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